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AllgemeinBordleben

Die 5 größten Bordtechnik-Sünden: Verstopfte Toilette & leere Batterie vermeiden

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Ein Segeltörn ist Freiheit pur: Füße hochlegen, den Wind im Gesicht spüren und den Sonnenuntergang in einer einsamen Traumbucht genießen. Doch das Leben auf einer Yacht unterscheidet sich in einem wesentlichen Punkt vom Hotelurlaub an Land: Eine Yacht ist ein geschlossenes System. Wasser, Strom und Abwasser sind begrenzt – und die Technik an Bord reagiert verdammt empfindlich auf Fehlbedienung.

Damit euer Urlaub im Paradies nicht zum Albtraum für den Skipper wird, solltet ihr die typischen Chartercrew Fehler kennen. Hier sind die 5 größten Bordtechnik-Sünden und wie ihr eine verstopfte Toilette & leere Batterie vermeiden könnt!

Technik Bordtechnik-Sünden

1. Die Klo-Katastrophe: Alles, was nicht durch dich durchgegangen ist, gehört nicht ins WC!

Es ist der absolute Klassiker unter den Chartercrew Fehlern und der absolute Endgegner für jeden Skipper: das verstopfte Bord-WC. Das maritime Pumpsystem (egal ob manuell oder elektrisch) arbeitet mit feinen Häckselrädern und dünnen Schläuchen.

Wer hier Toilettenpapier, Feuchttücher oder gar Damenhygieneartikel hinunterspült, sorgt innerhalb von Sekunden für den totalen Systemausfall. Und glaub uns: Eine Yacht-Toilette bei 30 Grad im Hafen auseinanderzubauen, gehört nicht zu den Urlaubserinnerungen, die du haben willst.

  • Wie du es vermeidest: Die goldene Regel an Bord lautet: Nichts in die Schüssel werfen, was du nicht vorher gegessen hast. Für Toilettenpapier steht in jeder Nasszelle ein kleiner Mülleimer bereit. Eine der wichtigsten Bordtechnik-Sünden, die du dir merken solltest.

2. Der Strom-Kollaps: Wenn der Kühlschrank die Yacht lahmlegt

Moderne Charteryachten haben riesige Kühlschränke, Musikanlagen und USB-Steckdosen in jeder Kabine. Das verleitet dazu, an Bord genauso mit Strom umzugehen wie zu Hause. Doch Vorsicht: Liegt ihr vor Anker, saugen alle Verbraucher die Verbraucherbatterien leer. Ist der Saft erst mal weg, bleibt nicht nur das Bier warm, sondern im schlimmsten Fall springt auch der Motor nicht mehr an.

  • Wie du eine leere Batterie vermeiden kannst: Lasst den Kühlschrank vor Anker nicht auf maximaler Stufe laufen. Ladet Handys und Powerbanks primär tagsüber, wenn der Motor läuft oder die Solarzellen ballern. Ein regelmäßiger Blick des Skippers auf das Voltmeter am Panel rettet den Abend!
Die 5 größten Bordtechnik-Sünden: Verstopfte Toilette  leere Batterie vermeiden

3. Die Frischwasser-Verschwendung: Das "Dauerfeuer" beim Abwasch

An Land drehen wir den Hahn auf und das Wasser läuft. An Bord ist der Frischwassertank euer wertvollstes Gut. Wer beim Zähneputzen oder beim Abwaschen in der Pantry das Wasser minutenlang laufen lässt, zwingt die Crew schon nach zwei Tagen zum ungeplanten Zwischenstopp im lauten Industriehafen, um Wasser zu bunkern.

  • Wie du es vermeidest: Nutzt zum Vorspülen von Geschirr einfach sauberes Seewasser (viele Yachten haben dafür eine extra Fußpumpe). Erst zum Nachspülen wird kurz das wertvolle Süßwasser aufgedreht.

Bord-Knigge: Ein kurzes technisches Briefing durch den Skipper am ersten Tag schützt die gesamte Crew vor frustrierenden Momenten und schont die Bordkasse!

4. Die Dinghy-Sünde: Der Außenborder im Sandbad

Das Beiboot (Dinghy) ist euer Taxi zum Strand oder zur Strandbar. Ein häufiger Fehler: Die Crew brettert mit Vollgas und heruntergelassenem Außenborder bis auf den Sandstrand. Das Ergebnis? Der Impeller saugt Sand an, die Kühlung blockiert und der Motor überhitzt und stirbt den Technik-Tod.

  • Wie du es vermeidest: Rechtzeitig vor dem Strand den Motor ausschalten, den Außenborder hochkippen ("sichern") und die letzten Meter zum Strand paddeln. Das schont das Material und sieht nebenbei auch deutlich professioneller aus.
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5. Das Luken-Dilemma: Offene Fenster bei Lage

Ihr segelt bei Traumwetter los, der Wind frischt auf und das Boot legt sich geschmeidig auf die Seite (Lage). Plötzlich schießt eine Welle über das Vorschiff. Wer jetzt die Decksluken in seiner Kabine nicht komplett verriegelt hat, erlebt eine böse Überraschung: Die Matratze und das gesamte Gepäck sind binnen Sekunden klatschnass von Salzwasser.

  • Wie du es vermeidest: Vor jedem "Leinen los" gilt der Kontrollblick unter Deck: Alle Luken und Bullaugen müssen bombenfest verschlossen sein – egal, wie warm es im Hafen war.

Fazit: So umgehst du die Bordtechnik-Sünden!

Die meisten Fehler passieren nicht aus böser Absicht, sondern schlicht aus Unwissenheit. Wenn man die Grundregeln des Bordlebens erst mal verinnerlicht hat, ist es gar nicht schwer, eine verstopfte Toilette & leere Batterie vermeiden zu können.

Das Geniale bei sailwithus: Auf unseren Törns musst du kein Technik-Genie sein. Unsere erfahrenen Skipper erklären der Crew beim Check-in alles ganz entspannt, geben euch die besten Kniffe an die Hand und passen auf die Yacht auf. So könnt ihr euch voll und ganz auf das konzentrieren, was wirklich zählt: den Sommer eures Lebens.

Eine Gruppe von Menschen steht lächelnd und winkend auf dem Deck einer weißen Yacht. Sie tragen Badebekleidung und scheinen einen sonnigen Tag während ihres Segelurlaubs auf Sardinien zu genießen. Neben ihnen ist eine weitere Yacht zu sehen, im Hintergrund sind malerische Hügel und Bäume zu sehen.
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Frequently Asked Questions

Allgemein

Welches Revier eignet sich am besten für Anfänger?

Die kroatische Adria und der Peloponnes – kurze Distanzen, geschützte Gewässer, viele sichere Häfen. Auch Mallorca und Sardinien sind geeignet.

Gibt es Duschen und Toiletten an Bord?

Ja. Auf jeder Yacht gibt es mindestens zwei Nasszellen mit Toilette, Waschbecken und Dusche. Die Ausstattung ist zweckmäßig und eher eng. Da Wasser ein knappes Gut ist, sind tägliche lange Duschen nicht möglich. In Häfen können die Wassertanks aufgefüllt werden und es gibt dort meist komfortable Sanitäranlagen.

Wie sieht das Arbeitspensum an Bord aus?

Alle Crewmitglieder helfen aktiv mit. Am ersten Tag fallen Einweisung, Kennenlernen und Einkauf an. Während des Törns sollten alle bereit sein bei Segelmanövern, Steuern, Reinigen, Einkaufen, Kochen sowie beim An- und Ablegen mitzuhelfen. Die Zusammenarbeit macht meist viel Spaß.

Wie sieht ein gewöhnlicher Segeltag aus?

Start meist gegen 10 Uhr nach dem Frühstück. Nach dem Klarieren des Schiffs segelt ihr 2–3 Stunden in eine schöne Bucht für einen Badestopp. Danach weitere 2–3 Stunden in die nächste Bucht oder einen Hafen. Die Tagesgestaltung ist flexibel – auch segelfreie Tage oder Landausflüge sind möglich.

Wann trifft sich die Crew und kann ich außerhalb der empfohlenen Anreisezeit kommen?

Die Crew trifft sich normalerweise zwischen 14 und 16 Uhr in der Marina oder einem nahegelegenen Café.

Ab etwa 17 Uhr kann der Skipper auf die Yacht und die Übergabe durchführen. Währenddessen geht die Crew einkaufen.

Spätere Anreise ist in Ausnahmefällen nach Absprache möglich.

Der Samstag ist ein Organisationstag – ausgelaufen wird meist erst am Sonntag nach der Sicherheitseinweisung.

Ab wann ist der Törn gesichert?

– Mittelmeer: 4 Personen

– Familientörns / Mitsegel-Katamaran: 5 Personen

– Übersee: 5–6 Personen

Welche Bedingungen sollte ich bei der Stornierung beachten?

Du kannst jederzeit stornieren. Die Stornierungsgebühren findest du in den AGBs.

Was ist alles im Angebotspreis enthalten?

– 7 Nächte auf einer Segelyacht

– Deutschsprachige/r Skipper/in

– Voll ausgestattete Küche (Gasherd + Backofen)

– 1 Handtuch pro Person

– Bettwäsche

– Dinghi mit Außenborder

– Navigationsmittel

– Endreinigung

– Sicherungsschein

– Insolvenzversicherung (R+V)

– Seemeilenbestätigung

Zubuchbar: Early Check-in, Grill, SUP

Nicht enthalten: An-/Abreise, Bordkasse, Versicherungen

Was ist die Bordkasse?

Die Bordkasse ist die Gruppenkasse für Lebensmittel, Hafengebühren, Sprit, Ausflüge etc. Jedes Crewmitglied zahlt am Anfang des Törns je nach Revier ca. 200–300 € ein. Ein Crewmitglied verwaltet das Geld. Am Ende wird Restgeld zurückgezahlt. Tipp: App "Splitwise".

Nach Seemannsbrauch wird die Verpflegung des Skippers ebenfalls über die Bordkasse bezahlt.

Was kostet der Törn und welche Kosten kommen vor Ort auf mich zu?

Die Törnpreise findest du im Buchungsformular. Vor Ort kommen ca. 250–350 € Bordkasse für Lebensmittel, Hafengebühren, Diesel etc. hinzu. Der Skipper wird immer mit verpflegt.

Frequently Asked Questions