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Allgemein

Die wichtigsten Mittelmeerwinde im Überblick

Wer im Mittelmeer segeln möchte, kommt an einem Thema nicht vorbei: den Mittelmeerwinden. Sie prägen das Segelrevier wie kaum ein anderer Faktor – von der idyllischen Ägäis über die raue Adria bis hin zur wilden Biskaya. Die wichtigsten Mittelmeerwinde im Überblick helfen dir, deinen Segeltörn richtig zu planen und böse Überraschungen zu vermeiden. In diesem Artikel erfährst du alles, was Segler über die lokalen Winde wissen müssen.

Ob entspannter Segelurlaub, sportliche Segelreise oder lehrreicher Segeltörn – wer im Mittelmeer unterwegs ist, sollte sich mit den regionalen Winden vertraut machen. Die sogenannten Mittelmeerwinde prägen nicht nur das Wetter, sondern bestimmen maßgeblich die Bedingungen auf See – besonders im tyrrhenischen Meer und anderen beliebten Revieren.


1. Meltemi

  • Region: Ägäis
  • Charakter: Trockener, konstanter Nordwind
  • Saison: Mai bis Oktober
  • Typisch für: Klare Sicht, aber teils starke Böen in Meerengen
  • Windstärke: Häufig 4–7 Bft – das entspricht etwa 20–60 Knoten in km/h rund 37–111 km/h

Tipp: In der griechischen Inselwelt sorgt der Meltemi für traumhafte Segelbedingungen – aber auch für fordernde Manöver, wenn er richtig auffrischt.


2. Bora

  • Region: Adriatische Küste (besonders Kroatien)
  • Charakter: Kalter, böiger Fallwind aus Nordost
  • Besonderheit: Entsteht plötzlich, oft begleitet von starkem Temperaturabfall
  • Windstärke: In Böen bis zu 60 Knoten (über 110 km/h) möglich

Die Bora zählt zu den gefährlichsten Winden für Segler – wer hier unterwegs ist, sollte den Wetterbericht stets im Blick behalten.


3. Mistral

  • Region: Südfrankreich, Korsika, Sardinien
  • Charakter: Trockener Nordwestwind, der durch das Rhônetal kanalisiert wird
  • Typisch für: Sonniges Wetter und starker, anhaltender Wind
  • Windstärke: Oft 5–8 Bft (etwa 30–70 km/h)

Im westlichen Mittelmeer ist der Mistral regelmäßig präsent – besonders in der Segelsaison im Frühling und Herbst.


4. Scirocco

  • Region: Vom afrikanischen Kontinent über das zentrale Mittelmeer
  • Charakter: Heißer, feuchter Südwind, der oft Staub aus der Sahara mitbringt
  • Einfluss: Trübe Sicht, schwüles Wetter, starker Wellengang
  • Windstärke: Meist 3–6 Bft (20–50 km/h)

Der Scirocco kann die Atmosphäre an Bord ordentlich aufheizen – buchstäblich.


5. Tramontana

  • Region: Küsten Italiens, Südfrankreichs, teils Nordspanien
  • Charakter: Kalter Nordwind mit hoher Intensität
  • Besonderheit: Häufig kurz, aber kräftig – vor allem in Buchten gefährlich
  • Windstärke: 4–7 Bft (ca. 30–60 km/h)

Die Tramontana ist nicht so bekannt wie Meltemi oder Mistral, aber genauso ernst zu nehmen.


6. Libeccio

  • Region: Westitalien, Ligurien, tyrrhenisches Meer
  • Charakter: Warmer, feuchter Wind aus Südwest
  • Besonderheit: Bringt oft hohen Seegang und kurze, steile Wellen
  • Windstärke: 4–6 Bft (30–50 km/h)

Im tyrrhenischen Meer ist der Libeccio einer der prägenden Winde – wer dort seinen Segelurlaub plant, sollte ihn im Blick haben.


7. Levante

  • Region: Straße von Gibraltar
  • Charakter: Östlicher Wind, der durch die Meerenge gepresst wird
  • Einfluss: Kann stark auffrischen, aber auch tagelang konstant wehen
  • Windstärke: Häufig 4–6 Bft (30–50 km/h)

Der Levante beeinflusst das westliche Mittelmeer und sorgt für besondere Herausforderungen bei der Routenplanung.


8. Poniente

  • Region: Westliches Mittelmeer, vor allem Spanien
  • Charakter: Kühle Brise vom Atlantik
  • Einfluss: Meist angenehm, aber schnell wechselhaft
  • Windstärke: 3–5 Bft (20–40 km/h)

Perfekt für entspannte Segeltage – solange man ihn nicht unterschätzt.


9. Marin

  • Region: Südfrankreich
  • Charakter: Feuchter Wind aus Südost
  • Einfluss: Bringt häufig Regen und ruppige See
  • Windstärke: 4–6 Bft (30–50 km/h)

Der Marin kann eine geplante Segelreise durchaus durcheinanderwirbeln – gute Planung ist hier entscheidend.

⚓ Tipps für deinen Segelurlaub im Tyrrhenischen Meer

  • Wetterbeobachtung: Achte auf lokale Wetterberichte und Warnungen, insbesondere bei angekündigter Bora oder Mistral.
  • Routenplanung: Plane deine Segelroute so, dass du bei aufkommenden starken Winden sichere Häfen oder Ankerplätze in Reichweite hast.
  • Ausrüstung: Ein zuverlässiger Windmesser hilft dir, die aktuelle Windstärke in Knoten und km/h zu messen.

📏 Umrechnung von Knoten in km/h

Knoten (kn) km/h
1 1,852
5 9,26
10 18,52
15 27,78
20 37,04
25 46,30
30 55,56
35 64,82
40 74,08
45 83,34
50 92,60

Eine Segelreise mit einer Gruppe von Menschen an Bord gleitet unter klarem Himmel über das ruhige blaue Wasser.

⚓ Fazit

Die Mittelmeerwinde sind vielfältig – von heiß und staubig bis kalt und stürmisch. Wer im tyrrhenischen Meer oder anderen Regionen des Mittelmeers einen Segeltörn plant, sollte Windmuster, lokale Besonderheiten und saisonale Veränderungen kennen. Mit der richtigen Vorbereitung wird der Segelurlaub nicht nur sicher, sondern auch zum unvergesslichen Erlebnis.

Der Mistral prägt vor allem den Süden Frankreichs. Entdecke Segeltörn in Südfrankreich bei sailwithus.

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Frequently Asked Questions

An Bord

Gibt es Flottillen?

Jede Crew plant ihre Route individuell. Da oft mehrere Yachten parallel unterwegs sind, kann man sich zu Flottillen zusammenschließen. Skipper*innen koordinieren das vor Ort.

Wie viele Seemeilen segelt man in einer Woche?

YouTube:

Welche Sprache wird an Bord gesprochen?

Unsere Gäste und Skipper sind vorwiegend deutschsprachig. Auf internationalen Törns erfolgt die Kommunikation auf Englisch.

Wer ist mein Skipper / meine Skipperin?

Engagierte, erfahrene Skipper*innen, meist im ähnlichen Alter wie die Mitsegelnden. Erfahrung und Persönlichkeit stehen im Vordergrund.

Welcher Service wird inklusive angeboten?

Bettwäsche, Handtücher, Gasnutzung, Batterie, Außenborder.

Wo übernachtet eigentlich der Skipper?

Normalerweise in einer Kabine. Manchmal im Salon oder Cockpit, je nach Yacht.

Ist die Yacht mit ausreichendem Sicherheitsequipment ausgestattet?

Ja. Rettungswesten, Seenotsignale, Lifebelts, Leuchtbojen. Manche Yachten zusätzlich mit Rettungsinsel und EPIRB.

Verfügt der Skipper über ausreichende Qualifikationen?

Ja. Alle Skipper*innen haben die notwendigen Segel- und Funkscheine und erfüllen interne Auswahlkriterien.

Wird den Reisenden am Ende eine Seemeilenbestätigung ausgegeben?

Ja. Der Skipper kann Meilen ins Meilenbuch eintragen oder einen offiziellen Nachweis ausstellen.

Ich bin Veganer*in, ist das ein Problem?

Nein. Die Crew entscheidet selbst, was gekocht wird, und nimmt Rücksicht.

Frequently Asked Questions