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AllgemeinSegeln für Anfänger

Die wichtigsten Mittelmeerwinde im Überblick

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Wer im Mittelmeer segeln möchte, kommt an einem Thema nicht vorbei: den Mittelmeerwinden. Sie prägen das Segelrevier wie kaum ein anderer Faktor – von der idyllischen Ägäis über die raue Adria bis hin zur wilden Biskaya. Die wichtigsten Mittelmeerwinde im Überblick helfen dir, deinen Segeltörn richtig zu planen und böse Überraschungen zu vermeiden. In diesem Artikel erfährst du alles, was Segler über die lokalen Winde wissen müssen.

Ob entspannter Segelurlaub, sportliche Segelreise oder lehrreicher Segeltörn – wer im Mittelmeer unterwegs ist, sollte sich mit den regionalen Winden vertraut machen. Die sogenannten Mittelmeerwinde prägen nicht nur das Wetter, sondern bestimmen maßgeblich die Bedingungen auf See – besonders im tyrrhenischen Meer und anderen beliebten Revieren.


Die Mittelmeerwinde auf einen Blick

Wind Herkunftsrichtung Saison Stärke Hauptrevier
Meltemi Nord (N–NW) Sommer stark (4–7 Bft) Ägäis / Griechenland
Bora Nordost Herbst–Winter böig, sehr stark Adria / Kroatien
Mistral Nordwest ganzjährig, v. a. Winter stark Golfe du Lion / Frankreich
Scirocco Südost Frühjahr/Herbst mäßig–stark, warm zentrales Mittelmeer
Tramontana Nord Winter kalt, kräftig westliches Mittelmeer
Libeccio Südwest ganzjährig mäßig–stark Tyrrhenisches Meer
Levante Ost ganzjährig mäßig, feucht Straße von Gibraltar
Poniente West ganzjährig mäßig Straße von Gibraltar
Marin Südost Frühjahr/Herbst feucht, mäßig Golfe du Lion / Frankreich
Gregale Nordost Winter kalt, stark Malta / Ionisches Meer
Ostro Süd ganzjährig warm, mäßig zentrales Mittelmeer

1. Meltemi

  • Region: Ägäis
  • Charakter: Trockener, konstanter Nordwind
  • Saison: Mai bis Oktober
  • Typisch für: Klare Sicht, aber teils starke Böen in Meerengen
  • Windstärke: Häufig 4–7 Bft – das entspricht etwa 20–60 Knoten in km/h rund 37–111 km/h

Tipp: In der griechischen Inselwelt sorgt der Meltemi für traumhafte Segelbedingungen – aber auch für fordernde Manöver, wenn er richtig auffrischt.


2. Bora

  • Region: Adriatische Küste (besonders Kroatien)
  • Charakter: Kalter, böiger Fallwind aus Nordost
  • Besonderheit: Entsteht plötzlich, oft begleitet von starkem Temperaturabfall
  • Windstärke: In Böen bis zu 60 Knoten (über 110 km/h) möglich

Die Bora zählt zu den gefährlichsten Winden für Segler – wer hier unterwegs ist, sollte den Wetterbericht stets im Blick behalten.


3. Mistral

  • Region: Südfrankreich, Korsika, Sardinien
  • Charakter: Trockener Nordwestwind, der durch das Rhônetal kanalisiert wird
  • Typisch für: Sonniges Wetter und starker, anhaltender Wind
  • Windstärke: Oft 5–8 Bft (etwa 30–70 km/h)

Im westlichen Mittelmeer ist der Mistral regelmäßig präsent – besonders in der Segelsaison im Frühling und Herbst.


JD SWU

4. Scirocco

  • Region: Vom afrikanischen Kontinent über das zentrale Mittelmeer
  • Charakter: Heißer, feuchter Südwind, der oft Staub aus der Sahara mitbringt
  • Einfluss: Trübe Sicht, schwüles Wetter, starker Wellengang
  • Windstärke: Meist 3–6 Bft (20–50 km/h)

Der Scirocco kann die Atmosphäre an Bord ordentlich aufheizen – buchstäblich.


5. Tramontana

  • Region: Küsten Italiens, Südfrankreichs, teils Nordspanien
  • Charakter: Kalter Nordwind mit hoher Intensität
  • Besonderheit: Häufig kurz, aber kräftig – vor allem in Buchten gefährlich
  • Windstärke: 4–7 Bft (ca. 30–60 km/h)

Die Tramontana ist nicht so bekannt wie Meltemi oder Mistral, aber genauso ernst zu nehmen.


6. Libeccio

  • Region: Westitalien, Ligurien, tyrrhenisches Meer
  • Charakter: Warmer, feuchter Wind aus Südwest
  • Besonderheit: Bringt oft hohen Seegang und kurze, steile Wellen
  • Windstärke: 4–6 Bft (30–50 km/h)

Im tyrrhenischen Meer ist der Libeccio einer der prägenden Winde – wer dort seinen Segelurlaub plant, sollte ihn im Blick haben.


Klassische Segelyacht mit weißen Segeln krängt auf offener See

7. Levante

  • Region: Straße von Gibraltar
  • Charakter: Östlicher Wind, der durch die Meerenge gepresst wird
  • Einfluss: Kann stark auffrischen, aber auch tagelang konstant wehen
  • Windstärke: Häufig 4–6 Bft (30–50 km/h)

Der Levante beeinflusst das westliche Mittelmeer und sorgt für besondere Herausforderungen bei der Routenplanung.


8. Poniente

  • Region: Westliches Mittelmeer, vor allem Spanien
  • Charakter: Kühle Brise vom Atlantik
  • Einfluss: Meist angenehm, aber schnell wechselhaft
  • Windstärke: 3–5 Bft (20–40 km/h)

Perfekt für entspannte Segeltage – solange man ihn nicht unterschätzt.


9. Marin

  • Region: Südfrankreich
  • Charakter: Feuchter Wind aus Südost
  • Einfluss: Bringt häufig Regen und ruppige See
  • Windstärke: 4–6 Bft (30–50 km/h)

Der Marin kann eine geplante Segelreise durchaus durcheinanderwirbeln – gute Planung ist hier entscheidend.

Blick über die Reling einer krängenden Segelyacht auf türkises Wasser

10. Gregale (Grecale)

Der Gregale ist ein kräftiger, kalter Nordostwind, der vor allem im Winter im zentralen und östlichen Mittelmeer auftritt – rund um Malta, das Ionische Meer und die Adria. Er kann mehrere Tage anhalten und für raue See sorgen; auf einem Segeltörn plant man ihn am besten mit geschützten Ankerbuchten ein.

11. Ostro

Der Ostro ist ein warmer, feuchter Südwind aus Richtung Nordafrika. Er bringt oft schwüle Luft, Wolken und Regen und kündigt häufig einen Wetterwechsel an. Meist weht er mäßig, kann aber vor Tiefdruckgebieten auffrischen.

⚓ Tipps für deinen Segelurlaub im Tyrrhenischen Meer

  • Wetterbeobachtung: Achte auf lokale Wetterberichte und Warnungen, insbesondere bei angekündigter Bora oder Mistral.
  • Routenplanung: Plane deine Segelroute so, dass du bei aufkommenden starken Winden sichere Häfen oder Ankerplätze in Reichweite hast.
  • Ausrüstung: Ein zuverlässiger Windmesser hilft dir, die aktuelle Windstärke in Knoten und km/h zu messen.

📏 Umrechnung von Knoten in km/h

Knoten (kn) km/h
1 1,852
5 9,26
10 18,52
15 27,78
20 37,04
25 46,30
30 55,56
35 64,82
40 74,08
45 83,34
50 92,60

Eine Segelreise mit einer Gruppe von Menschen an Bord gleitet unter klarem Himmel über das ruhige blaue Wasser.

⚓ Fazit

Die Mittelmeerwinde sind vielfältig – von heiß und staubig bis kalt und stürmisch. Wer im tyrrhenischen Meer oder anderen Regionen des Mittelmeers einen Segeltörn plant, sollte Windmuster, lokale Besonderheiten und saisonale Veränderungen kennen. Mit der richtigen Vorbereitung wird der Segelurlaub nicht nur sicher, sondern auch zum unvergesslichen Erlebnis.

Der Mistral prägt vor allem den Süden Frankreichs. Entdecke Segeltörn in Südfrankreich bei sailwithus.

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Frequently Asked Questions

Allgemein

Welches Revier eignet sich am besten für Anfänger?

Die kroatische Adria und der Peloponnes – kurze Distanzen, geschützte Gewässer, viele sichere Häfen. Auch Mallorca und Sardinien sind geeignet.

Gibt es Duschen und Toiletten an Bord?

Ja. Auf jeder Yacht gibt es mindestens zwei Nasszellen mit Toilette, Waschbecken und Dusche. Die Ausstattung ist zweckmäßig und eher eng. Da Wasser ein knappes Gut ist, sind tägliche lange Duschen nicht möglich. In Häfen können die Wassertanks aufgefüllt werden und es gibt dort meist komfortable Sanitäranlagen.

Wie sieht das Arbeitspensum an Bord aus?

Alle Crewmitglieder helfen aktiv mit. Am ersten Tag fallen Einweisung, Kennenlernen und Einkauf an. Während des Törns sollten alle bereit sein bei Segelmanövern, Steuern, Reinigen, Einkaufen, Kochen sowie beim An- und Ablegen mitzuhelfen. Die Zusammenarbeit macht meist viel Spaß.

Wie sieht ein gewöhnlicher Segeltag aus?

Start meist gegen 10 Uhr nach dem Frühstück. Nach dem Klarieren des Schiffs segelt ihr 2–3 Stunden in eine schöne Bucht für einen Badestopp. Danach weitere 2–3 Stunden in die nächste Bucht oder einen Hafen. Die Tagesgestaltung ist flexibel – auch segelfreie Tage oder Landausflüge sind möglich.

Wann trifft sich die Crew und kann ich außerhalb der empfohlenen Anreisezeit kommen?

Die Crew trifft sich normalerweise zwischen 14 und 16 Uhr in der Marina oder einem nahegelegenen Café.

Ab etwa 17 Uhr kann der Skipper auf die Yacht und die Übergabe durchführen. Währenddessen geht die Crew einkaufen.

Spätere Anreise ist in Ausnahmefällen nach Absprache möglich.

Der Samstag ist ein Organisationstag – ausgelaufen wird meist erst am Sonntag nach der Sicherheitseinweisung.

Ab wann ist der Törn gesichert?

– Mittelmeer: 4 Personen

– Familientörns / Mitsegel-Katamaran: 5 Personen

– Übersee: 5–6 Personen

Welche Bedingungen sollte ich bei der Stornierung beachten?

Du kannst jederzeit stornieren. Die Stornierungsgebühren findest du in den AGBs.

Was ist alles im Angebotspreis enthalten?

– 7 Nächte auf einer Segelyacht

– Deutschsprachige/r Skipper/in

– Voll ausgestattete Küche (Gasherd + Backofen)

– 1 Handtuch pro Person

– Bettwäsche

– Dinghi mit Außenborder

– Navigationsmittel

– Endreinigung

– Sicherungsschein

– Insolvenzversicherung (R+V)

– Seemeilenbestätigung

Zubuchbar: Early Check-in, Grill, SUP

Nicht enthalten: An-/Abreise, Bordkasse, Versicherungen

Was ist die Bordkasse?

Die Bordkasse ist die Gruppenkasse für Lebensmittel, Hafengebühren, Sprit, Ausflüge etc. Jedes Crewmitglied zahlt am Anfang des Törns je nach Revier ca. 200–300 € ein. Ein Crewmitglied verwaltet das Geld. Am Ende wird Restgeld zurückgezahlt. Tipp: App "Splitwise".

Nach Seemannsbrauch wird die Verpflegung des Skippers ebenfalls über die Bordkasse bezahlt.

Was kostet der Törn und welche Kosten kommen vor Ort auf mich zu?

Die Törnpreise findest du im Buchungsformular. Vor Ort kommen ca. 250–350 € Bordkasse für Lebensmittel, Hafengebühren, Diesel etc. hinzu. Der Skipper wird immer mit verpflegt.

Frequently Asked Questions