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Segelwissen

Kojencharter: Mitsegeln nach Koje – Ablauf, Kosten & Reviere

Du willst segeln, hast aber weder eigene Yacht noch eine komplette Crew? Dann ist Kojencharter genau dein Modell: Du buchst einfach deinen Schlafplatz an Bord – und segelst mit anderen Gästen und einem erfahrenen Skipper los. Dieser Guide erklärt, was Kojencharter genau bedeutet, wie ein Törn abläuft, was er kostet und für wen er sich lohnt.

Segelyacht mit Crew an Deck – typische Situation beim Kojencharter

Was ist Kojencharter?

Kojencharter (auch "Kojenbuchung" oder "Mitsegeln nach Koje") bedeutet: Du charterst nicht das ganze Boot, sondern nur einen einzelnen Schlafplatz – die Koje. Die restlichen Plätze belegen andere Gäste, die genau wie du individuell gebucht haben. Geführt wird der Törn von einer erfahrenen Skipperin oder einem Skipper. Der Begriff "Koje" stammt aus der Seemannssprache und bezeichnet schlicht die Schlafstelle an Bord.

Der große Vorteil: Du brauchst weder eigenes Boot noch Segelschein noch eine eigene Gruppe. Damit ist Kojencharter der einfachste Einstieg ins Mitsegeln – und der Grund, warum so viele Alleinreisende und Paare so ihren ersten Törn erleben.

Kojencharter, Bareboat oder Yacht mit Skipper – die Unterschiede

Charter-ArtDu buchstSegelschein nötig?Ideal für
Kojenchartereinen einzelnen SchlafplatzneinAlleinreisende, Paare, Einsteiger
Yacht mit Skipperdie ganze Yacht + SkipperneinFamilien, Freundeskreise, Firmen
Bareboat-Charterdie Yacht ohne Crewja (SBF/SKS)erfahrene Segler mit eigener Crew
FlottillensegelnYacht im Verband mehrerer Bootemeist jaGruppen, die gemeinsam unterwegs sein wollen
Die gängigen Charter-Modelle im Vergleich.

Wie läuft ein Kojencharter-Törn ab?

Meist startet der Törn am Samstag im Hafen: Crew kennenlernen, Kabinen verteilen, gemeinsam einkaufen und einweisen lassen. Danach segelt ihr eine Woche von Bucht zu Bucht – vormittags Etappe, nachmittags ankern, schwimmen und schnorcheln, abends Hafenstädtchen oder Grillen an Deck. Route und Tempo bestimmt der Skipper gemeinsam mit der Crew, abgestimmt auf Wetter und Wünsche. Wie viel du selbst segelst, entscheidest du: vom aktiven Steuern und Segelsetzen bis zum reinen Genießen ist alles möglich.

Was kostet Kojencharter?

Ein Kojenplatz kostet je nach Revier, Saison und Yacht typischerweise 700 bis 1.400 € pro Person und Woche. Dazu kommt die Bordkasse (etwa 150–250 € p. P.) für Proviant, Diesel, Hafengebühren und Endreinigung sowie die An- und Abreise. Fernreviere wie Karibik, Thailand oder die Seychellen liegen wegen Flug und Bootskosten höher als das Mittelmeer. Eine detaillierte Aufschlüsselung findest du in unserer Kosten-Checkliste für den Segelurlaub.

Für wen eignet sich Kojencharter?

Kojencharter ist ideal für Alleinreisende, die nicht allein bleiben wollen, für Paare, die neue Leute kennenlernen möchten, und für Einsteiger ohne Segelerfahrung. Auch wer selbst segeln lernen will, ist gut aufgehoben: Der Skipper erklärt Manöver und lässt dich ans Ruder. Wie der erste Törn ohne Vorkenntnisse funktioniert, liest du unter Mitsegeln für Anfänger; alle Themen rund ums Reisen ohne Begleitung findest du beim Segeln für Alleinreisende.

Die beliebtesten Kojencharter-Reviere

Kojencharter gibt es weltweit – das sind unsere gefragtesten Reviere:

Besonders komfortabel wird es auf zwei Rümpfen: Beim Katamaran-Kojencharter hast du mehr Platz und ruhigere Ankernächte. Alle aktuellen Termine findest du in unseren Segeltörns.

Kabine teilen: Was dich an Bord erwartet

Beim Kojencharter teilst du dir in der Regel eine Doppelkabine mit einer weiteren Person – Alleinreisende werden dabei nach Möglichkeit gleichgeschlechtlich zusammengelegt. Wer die Kabine für sich allein möchte, kann meist gegen Aufpreis eine Einzelbelegung buchen. Bad und Salon nutzt die Crew gemeinsam; Stauraum ist begrenzt, deshalb gehört eine weiche Reisetasche statt Hartschalenkoffer an Bord.

Häufige Fragen zum Kojencharter

Was bedeutet Kojencharter genau?

Du charterst nicht das ganze Boot, sondern nur einen einzelnen Schlafplatz (die Koje). Die übrigen Plätze buchen andere Gäste individuell, ein erfahrener Skipper führt den Törn.

Braucht man für Kojencharter einen Segelschein?

Nein. Da ein Skipper an Bord ist, brauchst du keinerlei Scheine oder Vorerfahrung – Segeln lernst du unterwegs, so viel du möchtest.

Was kostet ein Kojenplatz?

Je nach Revier, Saison und Yacht meist 700–1.400 € pro Person und Woche, dazu Bordkasse (ca. 150–250 €) und An-/Abreise. Fernreviere sind teurer als das Mittelmeer.

Mit wem teile ich mir die Kabine?

In der Regel mit einer weiteren Person, Alleinreisende nach Möglichkeit gleichgeschlechtlich. Einzelbelegung ist meist gegen Aufpreis möglich.

Wie viele Gäste sind an Bord?

Auf einer typischen Charteryacht sechs bis acht Gäste plus Skipper, auf einem Katamaran auch etwas mehr – klein genug für familiäre Stimmung.

Ist Kojencharter dasselbe wie Hand gegen Koje?

Nein. Bei "Hand gegen Koje" arbeitest du gegen freie Mitfahrt an Bord mit. Beim Kojencharter zahlst du einen festen Preis und bist Gast auf einem organisierten Törn.

Kann ich als Alleinreisender Kojencharter buchen?

Ja – genau dafür ist das Modell gemacht. Die meisten Gäste reisen allein an und finden an Bord schnell Anschluss.

Frequently Asked Questions

An Bord

Gibt es Flottillen?

Jede Crew plant ihre Route individuell. Da oft mehrere Yachten parallel unterwegs sind, kann man sich zu Flottillen zusammenschließen. Skipper*innen koordinieren das vor Ort.

Wie viele Seemeilen segelt man in einer Woche?

YouTube:

Welche Sprache wird an Bord gesprochen?

Unsere Gäste und Skipper sind vorwiegend deutschsprachig. Auf internationalen Törns erfolgt die Kommunikation auf Englisch.

Wer ist mein Skipper / meine Skipperin?

Engagierte, erfahrene Skipper*innen, meist im ähnlichen Alter wie die Mitsegelnden. Erfahrung und Persönlichkeit stehen im Vordergrund.

Welcher Service wird inklusive angeboten?

Bettwäsche, Handtücher, Gasnutzung, Batterie, Außenborder.

Wo übernachtet eigentlich der Skipper?

Normalerweise in einer Kabine. Manchmal im Salon oder Cockpit, je nach Yacht.

Ist die Yacht mit ausreichendem Sicherheitsequipment ausgestattet?

Ja. Rettungswesten, Seenotsignale, Lifebelts, Leuchtbojen. Manche Yachten zusätzlich mit Rettungsinsel und EPIRB.

Verfügt der Skipper über ausreichende Qualifikationen?

Ja. Alle Skipper*innen haben die notwendigen Segel- und Funkscheine und erfüllen interne Auswahlkriterien.

Wird den Reisenden am Ende eine Seemeilenbestätigung ausgegeben?

Ja. Der Skipper kann Meilen ins Meilenbuch eintragen oder einen offiziellen Nachweis ausstellen.

Ich bin Veganer*in, ist das ein Problem?

Nein. Die Crew entscheidet selbst, was gekocht wird, und nimmt Rücksicht.

Frequently Asked Questions