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Seekrankheit ade: Wie Pflaster gegen Übelkeit helfen

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Ein Pflaster gegen Seekrankheit gilt als eines der wirksamsten Mittel, wenn dir auf dem Wasser schnell übel wird – gerade auf längeren Törns. Es gibt den Wirkstoff über die Haut ab, wirkt bis zu drei Tage und lässt dich die Reise genießen, statt sie zu überstehen. Hier erfährst du, wie das Pflaster funktioniert, wie du es richtig anwendest, welche Nebenwirkungen es hat und ob es rezeptfrei erhältlich ist.

Was ist ein Pflaster gegen Seekrankheit?

Das bekannteste Seekrankheits-Pflaster enthält den Wirkstoff Scopolamin (Handelsname z. B. Scopoderm TTS). Es ist ein kleines, hautfarbenes Pflaster, das hinter dem Ohr aufgeklebt wird. Von dort gibt es den Wirkstoff gleichmäßig über die Haut in den Körper ab – ein sogenanntes transdermales System. Genau das macht es so beliebt bei Seglern: einmal geklebt, wirkt es lange, ohne dass du an Tabletten denken musst.

Wie funktioniert das Pflaster hinterm Ohr?

Seekrankheit entsteht, wenn Innenohr und Augen dem Gehirn widersprüchliche Signale senden. Scopolamin dämpft im Gleichgewichtsorgan genau diese Reizweiterleitung und beruhigt so das Brechzentrum. Wichtig ist das Timing: Das Pflaster sollte etwa 5–6 Stunden vor dem Ablegen geklebt werden, damit der Wirkstoff rechtzeitig anflutet. Danach wirkt es je nach Präparat bis zu 72 Stunden – ideal für Mehrtagestörns.

Anwendung: So klebst du das Pflaster richtig

  1. Auf trockene, saubere, unbehaarte Haut hinter dem Ohr kleben.
  2. Rechtzeitig anwenden – mehrere Stunden vor dem Törn, nicht erst, wenn dir schon übel ist.
  3. Nach dem Aufkleben die Hände gründlich waschen – gelangt der Wirkstoff ins Auge, kann sich die Pupille vorübergehend erweitern.
  4. Nicht knicken, nicht zerschneiden. Bei Bedarf nach Ablauf durch ein neues Pflaster hinter dem anderen Ohr ersetzen.
  5. Nach dem Abnehmen erneut die Hände waschen.

Pflaster, Tablette oder Band? Der Vergleich

MittelWirkdauerRezept?Für KinderTypische Nachteile
Scopolamin-Pflasterbis 72 hrezeptpflichtigerst ab 10 J.Mundtrockenheit, müde Augen
Tabletten/Kaugummi (Dimenhydrinat)4–6 hrezeptfreije nach Altermacht oft müde
Akupressur-Bändersolange getragenrezeptfreijaWirkung individuell
Ingwer (Kapsel/Tee)kurzrezeptfreijamild, bei starker Übelkeit zu schwach

Nebenwirkungen – und wer das Pflaster meiden sollte

Am häufigsten sind Mundtrockenheit, Müdigkeit und vorübergehende Sehstörungen (erweiterte Pupille, verschwommenes Nahsehen). Vorsicht ist geboten beim Führen des Beibootes oder Steuern, solange du die Wirkung nicht kennst. Nicht anwenden solltest du es bei einem grünen Star (Glaukom), bei bestimmten Blasen-/Prostata-Problemen und – ohne ärztliche Rücksprache – in Schwangerschaft/Stillzeit. Für kleine Kinder ist das Scopolamin-Pflaster nicht geeignet.

Gibt es das Pflaster rezeptfrei?

In Deutschland ist das Scopolamin-Pflaster verschreibungspflichtig – du bekommst es also nur mit Rezept vom Arzt in der Apotheke (nach PZN bestellbar). Plane das vor einem Törn rechtzeitig ein. Rezeptfrei erhältlich sind dagegen die Alternativen aus der Tabelle oben: Dimenhydrinat-Tabletten/-Kaugummi, Akupressur-Bänder und Ingwer.

Pflaster oder lieber natürlich vorbeugen?

Das Pflaster ist die stärkste Option bei ausgeprägter Neigung zur Seekrankheit. Viele Segler kommen aber auch mit einfachen Maßnahmen gut zurecht – frische Luft, Blick zum Horizont, ans Ruder gehen. Einen kompletten Überblick findest du in unserem Ratgeber, was allgemein gegen Seekrankheit hilft; und wie du deinen Körper langfristig an den Seegang gewöhnst, liest du hier.

Übrigens: Auf einem betreuten Segeltörn wählt der Skipper geschützte Reviere und ruhige Ankerbuchten – so bleibt die See sanft und die Übelkeit meist ganz aus.

Häufige Fragen zum Pflaster gegen Seekrankheit

Wo wird das Pflaster gegen Seekrankheit geklebt?

Hinter das Ohr, auf trockene, saubere, unbehaarte Haut – und zwar mehrere Stunden vor dem Ablegen. Danach die Hände waschen.

Wie lange wirkt ein Seekrankheits-Pflaster?

Je nach Präparat bis zu 72 Stunden. Damit deckt ein Pflaster auch Mehrtagestörns ab.

Ist das Pflaster gegen Seekrankheit rezeptfrei?

Nein. In Deutschland ist das Scopolamin-Pflaster verschreibungspflichtig (Rezept vom Arzt, Bestellung per PZN in der Apotheke). Rezeptfrei sind Tabletten, Akupressur-Bänder und Ingwer.

Welche Nebenwirkungen hat das Pflaster?

Am häufigsten Mundtrockenheit, Müdigkeit und vorübergehende Sehstörungen. Nicht geeignet bei grünem Star (Glaukom) und für kleine Kinder.

Gibt es Pflaster gegen Seekrankheit für Kinder?

Das Scopolamin-Pflaster ist für kleine Kinder nicht geeignet. Für Kinder eignen sich altersgerechte Dimenhydrinat-Präparate oder Akupressur-Bänder – am besten nach Rücksprache mit Arzt oder Apotheker.

Hinweis: Dieser Beitrag ersetzt keine ärztliche Beratung. Sprich vor der Anwendung von Medikamenten mit deinem Arzt oder Apotheker.

Häufige Fragen

Allgemein

Welches Revier eignet sich am besten für Anfänger?

Die kroatische Adria und der Peloponnes – kurze Distanzen, geschützte Gewässer, viele sichere Häfen. Auch Mallorca und Sardinien sind geeignet.

Gibt es Duschen und Toiletten an Bord?

Ja. Auf jeder Yacht gibt es mindestens zwei Nasszellen mit Toilette, Waschbecken und Dusche. Die Ausstattung ist zweckmäßig und eher eng. Da Wasser ein knappes Gut ist, sind tägliche lange Duschen nicht möglich. In Häfen können die Wassertanks aufgefüllt werden und es gibt dort meist komfortable Sanitäranlagen.

Wie sieht das Arbeitspensum an Bord aus?

Alle Crewmitglieder helfen aktiv mit. Am ersten Tag fallen Einweisung, Kennenlernen und Einkauf an. Während des Törns sollten alle bereit sein bei Segelmanövern, Steuern, Reinigen, Einkaufen, Kochen sowie beim An- und Ablegen mitzuhelfen. Die Zusammenarbeit macht meist viel Spaß.

Wie sieht ein gewöhnlicher Segeltag aus?

Start meist gegen 10 Uhr nach dem Frühstück. Nach dem Klarieren des Schiffs segelt ihr 2–3 Stunden in eine schöne Bucht für einen Badestopp. Danach weitere 2–3 Stunden in die nächste Bucht oder einen Hafen. Die Tagesgestaltung ist flexibel – auch segelfreie Tage oder Landausflüge sind möglich.

Wann trifft sich die Crew und kann ich außerhalb der empfohlenen Anreisezeit kommen?

Die Crew trifft sich normalerweise zwischen 14 und 16 Uhr in der Marina oder einem nahegelegenen Café.

Ab etwa 17 Uhr kann der Skipper auf die Yacht und die Übergabe durchführen. Währenddessen geht die Crew einkaufen.

Spätere Anreise ist in Ausnahmefällen nach Absprache möglich.

Der Samstag ist ein Organisationstag – ausgelaufen wird meist erst am Sonntag nach der Sicherheitseinweisung.

Ab wann ist der Törn gesichert?

– Mittelmeer: 4 Personen

– Familientörns / Mitsegel-Katamaran: 5 Personen

– Übersee: 5–6 Personen

Welche Bedingungen sollte ich bei der Stornierung beachten?

Du kannst jederzeit stornieren. Die Stornierungsgebühren findest du in den AGBs.

Was ist alles im Angebotspreis enthalten?

– 7 Nächte auf einer Segelyacht

– Deutschsprachige/r Skipper/in

– Voll ausgestattete Küche (Gasherd + Backofen)

– 1 Handtuch pro Person

– Bettwäsche

– Dinghi mit Außenborder

– Navigationsmittel

– Endreinigung

– Sicherungsschein

– Insolvenzversicherung (R+V)

– Seemeilenbestätigung

Zubuchbar: Early Check-in, Grill, SUP

Nicht enthalten: An-/Abreise, Bordkasse, Versicherungen

Was ist die Bordkasse?

Die Bordkasse ist die Gruppenkasse für Lebensmittel, Hafengebühren, Sprit, Ausflüge etc. Jedes Crewmitglied zahlt am Anfang des Törns je nach Revier ca. 200–300 € ein. Ein Crewmitglied verwaltet das Geld. Am Ende wird Restgeld zurückgezahlt. Tipp: App "Splitwise".

Nach Seemannsbrauch wird die Verpflegung des Skippers ebenfalls über die Bordkasse bezahlt.

Was kostet der Törn und welche Kosten kommen vor Ort auf mich zu?

Die Törnpreise findest du im Buchungsformular. Vor Ort kommen ca. 250–350 € Bordkasse für Lebensmittel, Hafengebühren, Diesel etc. hinzu. Der Skipper wird immer mit verpflegt.

Häufige Fragen