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AllgemeinSegeln für Anfänger

Windrichtungen Segeln | Von wo bläst der Wind?

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 Welche Windrichtungen gibt es beim Segeln?

Wer Segeln lernen möchte, der muss sich früher oder später mit den Windrichtungen beim Segelurlaub auseinander setzen und eine der wichtigsten Fragen beim Segeln ist die nach dem Wind. Denn ohne diesen könnten wir uns mit unserem Boot schließlich nicht fortbewegen. In der Praxis erfährst du alles über die Windrichtungen beim Segeln während dem SKS Ausbildungstörn. Je nach dem, aus welcher Richtung der Wind kommt, sind die Segel unterschiedlich zu setzen. Ein Grundverständnis über die Windrichtungen beim Segeln ist für quasi alle Manöver essentiell. Beim Segeltörn mit Skipper kannst du dich auf den Skipper verlassen, dass er alle Kurse zum Wind kennt, aber es schadet nicht, wenn du dich mit den Windkursen schon mal beschäftigst :-).

Du hast den Wind im Griff? So holst du mit Segel richtig trimmen mehr aus jedem Törn heraus.

Auch gibt es beim Segeln nicht nur "den Wind", sondern vielmehr drei verschiedene Winde. Der wahre Wind ist jeder Wind, der tatsächlich herrscht und den wir spüren können, wenn wir still am Land stehen. Der Fahrtwind ist der Wind, den wir bemerken, wenn wir uns bewegen. Der dir durch die Haare und um die Ohren weht. Unseren Kurs beim Segeln richten wir nach dem scheinbaren Wind, welcher eine Kombination aus beidem ist. Der Verklicker (der kleine Pfeil oben am Mast) zeigt uns die aktuelle Richtung des scheinbaren Windes an, damit wir stets in die richtigen Windrichtungen segeln.

Windkurse: woher weht der Wind?

Als Windrichtung wird die Richtung angezeigt, von wo der Wind herkommt. Grundsätzlich sind die Windrichtungen beim Segeln nichts Neues. Die Richtung wird mit der Himmelsrichtung angegeben, also Norden, Süden, Osten oder Westen. Der Nordwind kommt aus dem Norden uns weht in den Süden. Wehr der Wind nicht direkt aus einer Himmelrichtung, wird zur genaueren Beschreibung eine zweite Himmelsrichtung angegeben (Nord-Ost, Nord-West, Süd-Ost, Süd-West).

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Die Kurse zum Wind

1. Vorwind

Wenn wir vor dem Wind segeln, dann weht uns der Wind direkt in das Heck, der Wind kommt also von hinten. Beim Vorwind-Kurs sollten die Segel weit geöffnet (gefiert) werden, damit so viel Wind wie möglich eingefangen wird. Die Segel können hier auf Backbord (links) oder Steuerbord (rechts) stehen, oder sogar jeweils auf den entgegengesetzten Seiten stehen (Butterfly).

Auch eine Schräglage (Krängung) ist beim Vorwindkurs sinnvoll, um das Segel möglichst so stehen zu haben, dass es den meisten Wind einfängt. Das Schwert kann ebenfalls angehoben werden.

Windrichtungen Vor dem Wind

Raumwind

Beim Raumwind-Kurs oder auch Raumschots-Kurs kommt der Wind von schräg hinten. Auch hier sollte das Segel relativ weit ausgerichtet werden. Der Raumwind-Kurs ist etwas für alle Segler, die keine Krängung mögen, also nicht so gerne in Schräglage segeln, denn hier liegt das Schiff relativ ruhig im Wasser.

Windrichtungen Raumschots

Halbwind

Volle Kraft voraus! Der Halbwind-Kurs gilt auch als der spaßigste Kurs beim Segeln, da das Segel optimal gefüllt wird und das Boot von sich aus in Schräglage gerät. Der Wind kommt hier direkt von der Seite, also entweder von Backbord oder von Steuerbord. Die Segel sollten beim Halbwind-Kurs "halb offen" stehen, also etwa auf der Kante des Bootes. Mit dieser Windrichtung wird das Segelboot am schnellsten!

Windrichtungen Halber Wind

Am Wind

Beim Am Wind-Kurs wird – wie es uns der Name schon sagt – am Wind gesegelt und der Wind kommt von schräg vorne. Das Bug des Bootes steht also ganz nah am Wind. Auf diesem Kurs ist man zwar nicht besonders schnell, dafür hat das Boot die meiste Krängung. Die Segel sollten beim Am Wind-Kurs so dicht wie möglich genommen werden.

Windrichtungen Am Wind

Im Wind

Wir können leider nicht in alle Windrichtungen segeln. Wenn wir im Wind stehen, dann ist es mit dem Segeln nämlich nicht weit her, denn im Wind können wir uns nicht voran bewegen. Der Wind fegt uns im Wind direkt von vorn ins Gesicht, unser Boot bleibt mit dem Bug im Wind stehen und die Segel flattern (in Seglersprache: "killen") uns um die Ohren. Im Wind zu stehen ist kein Kurs beim Segeln – aber für manche Manöver wichtig. Wenn beispielsweise mal etwas beim Segeln schief oder defekt geht, dann kann man sich schnell mit dem Boot in den Wind stellen und die Sache richten. Auch, wenn jemand über Bord geht oder beim Kentern ist es wichtig, dass das Boot "stehen bleibt", also mit dem Bug in den Wind zeigt.

Windrichtungen Im Wind
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Luv und Lee – was ist das?

Wenn es um den Wind beim Segeln geht wird oft von "Luv" und "Lee" gesprochen. Damit ist die Richtung gemeint, aus die der Wind kommt. Du kannst dir die Begriffe ganz einfach merken, wenn du einmal deine Hand nah vor deinen Mund hälst und die Wörter "Luv" und "Lee" einmal deutlich ausprichst. Bei dem Wort "Luv" wirst du einen leichten Windzug gegen deine Hand spüren, während bei Lee nichts passiert. "Luv" ist nämlich die Seite, die dem Wind zugewandt ist und "Lee" die vom Wind abgewandte Seite.

Eine weitere Eselsbrücke, zwar weniger charmant, aber eine die im Kopf bleibt, um sich die Begriffe zu merken ist folgende: "Kotzt du nach Luv, kriegst du es druff. Kotzt du nach Lee, geht's in die See."
Die Bestimmung von "Luv" und "Lee" ist beim Segeln essentiell wichtig, da sie für quasi alle Manöver sowie die Vorfahrtsregeln von großer Bedeutung ist. Beim "Anluven" wird das Steuer (die "Pinne") weggedrückt und man näher an den Wind, während beim "Abfallen" die Pinne zu einem hingezogen wird und das Schiff vom Wind "abfällt". Damit wir in andere Windrichtungen segeln können, müssen wir anluven und abfallen.

Windstärke und Windgeschwindigkeit beim Segeln

Neben der Windrichtung ist die Windstärke entscheidend. Sie wird in der Beaufort-Skala (Bft) angegeben – von Bft 0 (Flaute, spiegelglatte See) bis Bft 12 (Orkan). Als idealer "guter Wind zum Segeln" gelten 3 bis 4 Beaufort (rund 10–28 km/h): genug Druck in den Segeln, aber gut beherrschbar. Ab 5–6 Bft wird es sportlich – Anfänger sollten dann reffen oder im Hafen bleiben. Die Windgeschwindigkeit lässt sich am Wellenbild und an den Schaumkronen abschätzen oder direkt am Windmesser an Bord ablesen.

Windgeschwindigkeiten werden beim Segeln in Knoten angegeben. Wer lieber in km/h denkt, nutzt unseren Knoten in km/h Umrechner – Faustregel: 1 Knoten ≈ 1,85 km/h.

Segeln nach dem Wind

Wer gerade mit dem Segeln lernen beginnt, der wird schnell merken, dass der Wind unser wichtigster Begleiter auf dem Gewässer ist. Die Kenntnis über die verschiedenen Windkurse ist für unsere Segelmanöver und das Grundverständnis beim Segeln von großer Bedeutung. Wichtige Manöver wie das An- und Ablegen, das Wenden und Halsen können nur dann korrekt ausgeführt werden, wenn man weiß, woher der Wind kommt.

Da wir nicht in alle Windrichtungen segeln können, müssen wir ab und zu kreuzen. Wenn wir zum Beispiel genau in die Richtung wollen, aus die der Wind kommt, müssen wir im Zick-Zack im Amwind-Kurs hoch in Richtung Wind fahren. Du willst mehr über das Segeln und die wichtigsten Begriffe lernen. Dann schau gerne in unserem Segel-Wiki vorbei. Hier gibt's die wichtigsten Segelbegriffe einfach erklärt. 

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Frequently Asked Questions

Allgemein

Welches Revier eignet sich am besten für Anfänger?

Die kroatische Adria und der Peloponnes – kurze Distanzen, geschützte Gewässer, viele sichere Häfen. Auch Mallorca und Sardinien sind geeignet.

Gibt es Duschen und Toiletten an Bord?

Ja. Auf jeder Yacht gibt es mindestens zwei Nasszellen mit Toilette, Waschbecken und Dusche. Die Ausstattung ist zweckmäßig und eher eng. Da Wasser ein knappes Gut ist, sind tägliche lange Duschen nicht möglich. In Häfen können die Wassertanks aufgefüllt werden und es gibt dort meist komfortable Sanitäranlagen.

Wie sieht das Arbeitspensum an Bord aus?

Alle Crewmitglieder helfen aktiv mit. Am ersten Tag fallen Einweisung, Kennenlernen und Einkauf an. Während des Törns sollten alle bereit sein bei Segelmanövern, Steuern, Reinigen, Einkaufen, Kochen sowie beim An- und Ablegen mitzuhelfen. Die Zusammenarbeit macht meist viel Spaß.

Wie sieht ein gewöhnlicher Segeltag aus?

Start meist gegen 10 Uhr nach dem Frühstück. Nach dem Klarieren des Schiffs segelt ihr 2–3 Stunden in eine schöne Bucht für einen Badestopp. Danach weitere 2–3 Stunden in die nächste Bucht oder einen Hafen. Die Tagesgestaltung ist flexibel – auch segelfreie Tage oder Landausflüge sind möglich.

Wann trifft sich die Crew und kann ich außerhalb der empfohlenen Anreisezeit kommen?

Die Crew trifft sich normalerweise zwischen 14 und 16 Uhr in der Marina oder einem nahegelegenen Café.

Ab etwa 17 Uhr kann der Skipper auf die Yacht und die Übergabe durchführen. Währenddessen geht die Crew einkaufen.

Spätere Anreise ist in Ausnahmefällen nach Absprache möglich.

Der Samstag ist ein Organisationstag – ausgelaufen wird meist erst am Sonntag nach der Sicherheitseinweisung.

Ab wann ist der Törn gesichert?

– Mittelmeer: 4 Personen

– Familientörns / Mitsegel-Katamaran: 5 Personen

– Übersee: 5–6 Personen

Welche Bedingungen sollte ich bei der Stornierung beachten?

Du kannst jederzeit stornieren. Die Stornierungsgebühren findest du in den AGBs.

Was ist alles im Angebotspreis enthalten?

– 7 Nächte auf einer Segelyacht

– Deutschsprachige/r Skipper/in

– Voll ausgestattete Küche (Gasherd + Backofen)

– 1 Handtuch pro Person

– Bettwäsche

– Dinghi mit Außenborder

– Navigationsmittel

– Endreinigung

– Sicherungsschein

– Insolvenzversicherung (R+V)

– Seemeilenbestätigung

Zubuchbar: Early Check-in, Grill, SUP

Nicht enthalten: An-/Abreise, Bordkasse, Versicherungen

Was ist die Bordkasse?

Die Bordkasse ist die Gruppenkasse für Lebensmittel, Hafengebühren, Sprit, Ausflüge etc. Jedes Crewmitglied zahlt am Anfang des Törns je nach Revier ca. 200–300 € ein. Ein Crewmitglied verwaltet das Geld. Am Ende wird Restgeld zurückgezahlt. Tipp: App "Splitwise".

Nach Seemannsbrauch wird die Verpflegung des Skippers ebenfalls über die Bordkasse bezahlt.

Was kostet der Törn und welche Kosten kommen vor Ort auf mich zu?

Die Törnpreise findest du im Buchungsformular. Vor Ort kommen ca. 250–350 € Bordkasse für Lebensmittel, Hafengebühren, Diesel etc. hinzu. Der Skipper wird immer mit verpflegt.

Frequently Asked Questions