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AllgemeinRegatten & Segelsport

Von Sturm bis Einsamkeit: Die Herausforderungen der Segler bei der Vendée Globe

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Die Vendée Globe gilt als die härteste Einhand-Segelregatta der Welt. Alle vier Jahre stellen sich mutige Skipper der Aufgabe, allein und ohne Zwischenstopp die Erde zu umsegeln. Dabei sind sie extremen Bedingungen ausgesetzt, die sowohl körperliche als auch mentale Höchstleistungen erfordern. Doch welche Herausforderungen müssen die Segler auf dieser Reise meistern?

Unberechenbare Wetterbedingungen

Auf ihrer Route durchqueren die Teilnehmer verschiedene Klimazonen, was sie mit einer Vielzahl von Wetterphänomenen konfrontiert. Im Südpazifik treffen sie auf die berüchtigten "Roaring Forties" und "Furious Fifties", Breitengrade, die für ihre heftigen Stürme und hohen Wellen bekannt sind. Hier können Windgeschwindigkeiten von über 100 km/h und Wellenhöhen von bis zu 15 Metern auftreten. Solche Bedingungen erfordern nicht nur exzellente Segelkenntnisse, sondern auch die Fähigkeit, in Extremsituationen ruhig und besonnen zu handeln.

Bei der Vendée Globe erreichen die Boote zweistellige Geschwindigkeiten in Knoten. Wer lieber in km/h denkt, nutzt unseren Knoten in km/h Umrechner – Faustregel: 1 Knoten ≈ 1,85 km/h.

Technische Herausforderungen und Materialverschleiß

Die Yachten der Vendée Globe sind Hochleistungsmaschinen, die für maximale Geschwindigkeit und Effizienz konzipiert sind. Doch die Dauerbelastung über mehrere Monate hinweg führt zu erheblichem Materialverschleiß. Segelrisse, Schäden an Rumpf oder Rigg und technische Defekte sind keine Seltenheit. Da die Skipper ohne externe Hilfe auskommen müssen, sind sie gezwungen, Reparaturen eigenständig durchzuführen – oft unter widrigsten Bedingungen und mit begrenzten Ressourcen.

Feld aus Segelbooten am dunstigen Horizont bei einer Regatta

Schlafmangel und körperliche Erschöpfung

Ein sicherer und schneller Kurs erfordert ständige Wachsamkeit. Daher schlafen die Segler meist in kurzen Intervallen von 20 bis 40 Minuten, um jederzeit auf Wetteränderungen oder potenzielle Gefahren reagieren zu können. Dieser fragmentierte Schlaf führt zu chronischer Müdigkeit und beeinträchtigt die kognitive Leistungsfähigkeit. Zudem verlangen die körperlichen Anstrengungen, wie das Bedienen der Segel oder das Manövrieren der Yacht, den Skippern alles ab.

Mentale Belastung und Einsamkeit

Monatelang allein auf See zu sein, ohne direkten menschlichen Kontakt, stellt eine immense psychische Herausforderung dar. Die Isolation kann zu Gefühlen der Einsamkeit und Desorientierung führen. Hinzu kommt der ständige Druck, Entscheidungen allein treffen zu müssen, die über Erfolg oder Misserfolg der Mission entscheiden. Viele Segler berichten, dass die mentale Belastung oft schwerer wiegt als die physischen Herausforderungen.

Ernährung und Gesundheit

Die Versorgung mit Nahrungsmitteln und Wasser muss für die gesamte Dauer der Reise geplant werden. Platz und Gewicht sind begrenzt, weshalb die Skipper auf dehydrierte Lebensmittel und rationierte Wasservorräte zurückgreifen. Eine ausgewogene Ernährung ist unter diesen Umständen schwer zu gewährleisten, was zu Mangelerscheinungen führen kann. Zudem besteht das Risiko von Verletzungen oder Krankheiten, die ohne medizinische Betreuung an Bord behandelt werden müssen.

Dein Einstieg ins Segelabenteuer mit sailwithus

Die extremen Herausforderungen der Vendée Globe zeigen, welche Fähigkeiten und Erfahrungen im Hochseesegeln erforderlich sind. Wenn Du selbst die Faszination des Segelns erleben und Deine Kenntnisse erweitern möchtest, bietet sailwithus vielfältige Möglichkeiten. Ob Du einen entspannten Segelurlaub suchst oder gezielt Deine Fähigkeiten durch Skippertrainings und SKS-Ausbildungstörns verbessern möchtest – sailwithus begleitet Dich auf Deinem Weg zum sicheren und kompetenten Segler. So kannst Du Schritt für Schritt die Welt des Segelns entdecken und vielleicht eines Tages selbst große Abenteuer auf See erleben.

Frequently Asked Questions

Allgemein

Welches Revier eignet sich am besten für Anfänger?

Die kroatische Adria und der Peloponnes – kurze Distanzen, geschützte Gewässer, viele sichere Häfen. Auch Mallorca und Sardinien sind geeignet.

Gibt es Duschen und Toiletten an Bord?

Ja. Auf jeder Yacht gibt es mindestens zwei Nasszellen mit Toilette, Waschbecken und Dusche. Die Ausstattung ist zweckmäßig und eher eng. Da Wasser ein knappes Gut ist, sind tägliche lange Duschen nicht möglich. In Häfen können die Wassertanks aufgefüllt werden und es gibt dort meist komfortable Sanitäranlagen.

Wie sieht das Arbeitspensum an Bord aus?

Alle Crewmitglieder helfen aktiv mit. Am ersten Tag fallen Einweisung, Kennenlernen und Einkauf an. Während des Törns sollten alle bereit sein bei Segelmanövern, Steuern, Reinigen, Einkaufen, Kochen sowie beim An- und Ablegen mitzuhelfen. Die Zusammenarbeit macht meist viel Spaß.

Wie sieht ein gewöhnlicher Segeltag aus?

Start meist gegen 10 Uhr nach dem Frühstück. Nach dem Klarieren des Schiffs segelt ihr 2–3 Stunden in eine schöne Bucht für einen Badestopp. Danach weitere 2–3 Stunden in die nächste Bucht oder einen Hafen. Die Tagesgestaltung ist flexibel – auch segelfreie Tage oder Landausflüge sind möglich.

Wann trifft sich die Crew und kann ich außerhalb der empfohlenen Anreisezeit kommen?

Die Crew trifft sich normalerweise zwischen 14 und 16 Uhr in der Marina oder einem nahegelegenen Café.

Ab etwa 17 Uhr kann der Skipper auf die Yacht und die Übergabe durchführen. Währenddessen geht die Crew einkaufen.

Spätere Anreise ist in Ausnahmefällen nach Absprache möglich.

Der Samstag ist ein Organisationstag – ausgelaufen wird meist erst am Sonntag nach der Sicherheitseinweisung.

Ab wann ist der Törn gesichert?

– Mittelmeer: 4 Personen

– Familientörns / Mitsegel-Katamaran: 5 Personen

– Übersee: 5–6 Personen

Welche Bedingungen sollte ich bei der Stornierung beachten?

Du kannst jederzeit stornieren. Die Stornierungsgebühren findest du in den AGBs.

Was ist alles im Angebotspreis enthalten?

– 7 Nächte auf einer Segelyacht

– Deutschsprachige/r Skipper/in

– Voll ausgestattete Küche (Gasherd + Backofen)

– 1 Handtuch pro Person

– Bettwäsche

– Dinghi mit Außenborder

– Navigationsmittel

– Endreinigung

– Sicherungsschein

– Insolvenzversicherung (R+V)

– Seemeilenbestätigung

Zubuchbar: Early Check-in, Grill, SUP

Nicht enthalten: An-/Abreise, Bordkasse, Versicherungen

Was ist die Bordkasse?

Die Bordkasse ist die Gruppenkasse für Lebensmittel, Hafengebühren, Sprit, Ausflüge etc. Jedes Crewmitglied zahlt am Anfang des Törns je nach Revier ca. 200–300 € ein. Ein Crewmitglied verwaltet das Geld. Am Ende wird Restgeld zurückgezahlt. Tipp: App "Splitwise".

Nach Seemannsbrauch wird die Verpflegung des Skippers ebenfalls über die Bordkasse bezahlt.

Was kostet der Törn und welche Kosten kommen vor Ort auf mich zu?

Die Törnpreise findest du im Buchungsformular. Vor Ort kommen ca. 250–350 € Bordkasse für Lebensmittel, Hafengebühren, Diesel etc. hinzu. Der Skipper wird immer mit verpflegt.

Frequently Asked Questions