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Segeln für Anfängertipps

Sicher Ankern: Die 7-Schritte-Anleitung (Kette, Manöver und Halteprüfung)

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Beim Segeln gibt es nur wenige Manöver, die so wichtig sind wie das richtig Ankern. Egal ob kurze Badepause, Nachtankerplatz oder Notstopp - dein Anker muss zuverlässig halten. In dieser 7-Schritte-Anleitung zeige ich dir genau, wie du ein sauberes Ankermanöver fährst, wie viel Kette du stecken solltest, und was du tun kannst, wenn der Anker nicht hält.

Was bedeutet Ankern?

Ankern bezeichnet das Festmachen eines Bootes auf offenem Wasser ohne Hafen: Der Anker wird ausgebracht, gräbt sich in den Meeresgrund und hält das Boot über die Ankerkette an Ort und Stelle. Richtig Ankern bedeutet, den passenden Ankergrund zu wählen, genug Kette zu stecken (meist das 4- bis 7-fache der Wassertiefe) und den Anker einzufahren, bis er sicher hält. So liegst du auch über Nacht sicher in einer Bucht.

Nahaufnahme von Bootsanker und Ankerkette, im Hintergrund Segelboote

1. Den richtigen Ankerplatz wählen

Der erste Schritt zum sicheren Ankern beginnt mit der Standortwahl:

  • Gute Ankergründe: Sand oder feiner Kies
  • Schlechte Ankergründe: Seegras, Fels, Schlamm
  • Achte auf Winddreher und Schwell
  • Prüfe Wassertiefe & Umgebung (andere Boote, Felsen, Verkehrswege)

Pro Tipp: Schon während du dich näherst, überlege, wie das Boot bei Wind dreht und wo du schwojen wirst.


2. Boot in Position bringen: Gegen den Wind anfahren

Für ein kontrolliertes Ankermanöver fährst du langsam gegen den Wind oder gegen den Strom an.
So hast du Stabilität und klare Kontrolle. Das Heck zeigt automatisch in die richtige Richtung.

Sicher Ankern: Die 7-Schritte-Anleitung (Kette, Manöver und Halteprüfung)

3. Anker absenken (nicht werfen!)

Viele Anfänger machen den Fehler, den Anker zu werfen. Besser:

  • Anker kontrolliert absenken
  • Sobald der Anker Grundkontakt hat: langsam weiter zurücktreiben lassen
  • Kette sanft nachführen

So gräbt sich der Anker sauber ein.


4. Wie viel Kette stecken? - Der wichtigste Faktor

Eine der häufigsten Fragen beim Ankern lautet: Wie viel Kette muss ich stecken?

Hier die Grundregel:

  • Bei ruhigen Bedingungen: 4-5 × Wassertiefe
  • Bei stärkerem Wind: 5-7 × Wassertiefe
  • Bei Starkwind oder Nacht: mind. 7 × Wassertiefe

Beispiel:
5 m Wassertiefe → 25-35 m Kette

Fehler vermeiden: Zu wenig Kette ist einer der Hauptgründe, warum der Anker nicht hält.


5. Einfahren lassen: Rückwärts einkuppeln

Jetzt lässt du das Boot langsam zurückfallen. Sobald die Kette gespannt ist:

  • Sanft Rückwärtsgas geben
  • Anker "fahren lassen", bis du merkst, dass er greift
  • Kein hektisches Gasgeben - langsam steigern!

So stellst du sicher, dass der Anker wirklich sitzt und sich nicht über den Boden schiebt.

Ostsee, Segelausrüstung, Mitsegeln

6. Halteprüfung durchführen

Moment der Wahrheit!
Wenn dein Anker nicht hält, erkennst du das an:

  • seitlichem Ziehen
  • wandernder Position auf der Karte
  • vibrierender Kette
  • fehlender Gegenkraft beim Rückwärtsfahren

Wenn der Anker nicht hält:

  • Anker lösen
  • Neuen Spot wählen (besserer Grund!)
  • Mehr Kette stecken
  • Größeren Radius einplanen

Wichtig: Niemals "hoffen, dass es schon hält". Nachts kann das gefährlich werden.


7. Anker-Alarmanlage einstellen & Schwojen einplanen

Der letzte Schritt macht deinen Ankerplatz wirklich sicher:

  • GPS-basierte Anker-Alarmanlage im Plotter oder auf dem Handy setzen
  • Schwojenradius großzügig einstellen
  • Hindernisse, Ketten anderer Boote & Felsen im Blick behalten
  • Windvorhersage checken → Dreher einplanen

Jetzt kannst du entspannt ins Wasser springen oder die Nacht genießen.

Ein Segelboot ankert in einer ruhigen, türkisfarbenen Bucht, umgeben von teilweise unter Wasser liegenden Felsen und weißen Klippen – perfekt für eine ruhige Pause während einer Atlantiküberquerung. Das Wasser variiert in Blautönen, mit Flecken von dunklerem Blau und Grün um das Boot herum.

Fazit: Sicher Ankern ist keine Kunst - nur Routine

Mit dieser 7-Schritte-Anleitung ankert dein Boot sicher und zuverlässig.
Wenn du weißt, wie viel Kette du stecken musst, das Manöver ruhig fährst und eine Anker-Alarmanlage nutzt, wird das Ankern vom Stressfaktor zum entspannten Highlight jeder Bucht. So genießt du deinen Segeltörn richtig!

Häufige Fragen zum Ankern

Wie viel Ankerkette muss man stecken?

Als Faustregel das 4- bis 5-Fache der Wassertiefe bei Kette, bei Leine mehr. Bei viel Wind oder schlechtem Ankergrund entsprechend mehr stecken.

Wie prüft man, ob der Anker hält?

Nach dem Einfahren rückwärts Schub geben und einen Landpeilpunkt beobachten – bleibt er konstant, hält der Anker.

Was bedeutet Schwojen?

Das Drehen des Boots um den Anker bei Wind- oder Strömungswechsel. Plane genug Abstand zu Nachbarbooten und zum Ufer ein.

Ankern will geübt sein – am besten an Bord. Entdecke unsere Segeltörns und übe das perfekte Ankermanöver mit erfahrenem Skipper.

Frequently Asked Questions

Allgemein

Welches Revier eignet sich am besten für Anfänger?

Die kroatische Adria und der Peloponnes – kurze Distanzen, geschützte Gewässer, viele sichere Häfen. Auch Mallorca und Sardinien sind geeignet.

Gibt es Duschen und Toiletten an Bord?

Ja. Auf jeder Yacht gibt es mindestens zwei Nasszellen mit Toilette, Waschbecken und Dusche. Die Ausstattung ist zweckmäßig und eher eng. Da Wasser ein knappes Gut ist, sind tägliche lange Duschen nicht möglich. In Häfen können die Wassertanks aufgefüllt werden und es gibt dort meist komfortable Sanitäranlagen.

Wie sieht das Arbeitspensum an Bord aus?

Alle Crewmitglieder helfen aktiv mit. Am ersten Tag fallen Einweisung, Kennenlernen und Einkauf an. Während des Törns sollten alle bereit sein bei Segelmanövern, Steuern, Reinigen, Einkaufen, Kochen sowie beim An- und Ablegen mitzuhelfen. Die Zusammenarbeit macht meist viel Spaß.

Wie sieht ein gewöhnlicher Segeltag aus?

Start meist gegen 10 Uhr nach dem Frühstück. Nach dem Klarieren des Schiffs segelt ihr 2–3 Stunden in eine schöne Bucht für einen Badestopp. Danach weitere 2–3 Stunden in die nächste Bucht oder einen Hafen. Die Tagesgestaltung ist flexibel – auch segelfreie Tage oder Landausflüge sind möglich.

Wann trifft sich die Crew und kann ich außerhalb der empfohlenen Anreisezeit kommen?

Die Crew trifft sich normalerweise zwischen 14 und 16 Uhr in der Marina oder einem nahegelegenen Café.

Ab etwa 17 Uhr kann der Skipper auf die Yacht und die Übergabe durchführen. Währenddessen geht die Crew einkaufen.

Spätere Anreise ist in Ausnahmefällen nach Absprache möglich.

Der Samstag ist ein Organisationstag – ausgelaufen wird meist erst am Sonntag nach der Sicherheitseinweisung.

Ab wann ist der Törn gesichert?

– Mittelmeer: 4 Personen

– Familientörns / Mitsegel-Katamaran: 5 Personen

– Übersee: 5–6 Personen

Welche Bedingungen sollte ich bei der Stornierung beachten?

Du kannst jederzeit stornieren. Die Stornierungsgebühren findest du in den AGBs.

Was ist alles im Angebotspreis enthalten?

– 7 Nächte auf einer Segelyacht

– Deutschsprachige/r Skipper/in

– Voll ausgestattete Küche (Gasherd + Backofen)

– 1 Handtuch pro Person

– Bettwäsche

– Dinghi mit Außenborder

– Navigationsmittel

– Endreinigung

– Sicherungsschein

– Insolvenzversicherung (R+V)

– Seemeilenbestätigung

Zubuchbar: Early Check-in, Grill, SUP

Nicht enthalten: An-/Abreise, Bordkasse, Versicherungen

Was ist die Bordkasse?

Die Bordkasse ist die Gruppenkasse für Lebensmittel, Hafengebühren, Sprit, Ausflüge etc. Jedes Crewmitglied zahlt am Anfang des Törns je nach Revier ca. 200–300 € ein. Ein Crewmitglied verwaltet das Geld. Am Ende wird Restgeld zurückgezahlt. Tipp: App "Splitwise".

Nach Seemannsbrauch wird die Verpflegung des Skippers ebenfalls über die Bordkasse bezahlt.

Was kostet der Törn und welche Kosten kommen vor Ort auf mich zu?

Die Törnpreise findest du im Buchungsformular. Vor Ort kommen ca. 250–350 € Bordkasse für Lebensmittel, Hafengebühren, Diesel etc. hinzu. Der Skipper wird immer mit verpflegt.

Frequently Asked Questions